So fängt man an
Ayla mit der kleinen Katze Mia. Als Mia selbst kleine Katzenbabies hatte, war Ayla sofort in der Wurfkiste und hat jedes einzelne Kätzchen ausgiebig abgeleckt. Mia kommentierte das mit einem zufriedenen Schnurren.Hunde und Katzen an einander zu gewöhnen ist nicht immer einfach. Manchmal gar nicht möglich. Parson Russell Terrier und Katzen, - eine sportliche Aufgabe!
Es erfordert viel Geduld. Bei uns hat es bei der ersten Katze, - die vielleicht 10 Wochen alt war, ca. 8 Wochen gedauert. Mit der zweiten nur noch eine Woche.
Die Herausforderung ist, dass Hunde eine andere Sprache sprechen als Katzen. Hunde sind ungestüm und wollen vor allem mit ihrem feinsten Sinnesorgan, die andere Spezies kennenlernen. Das ist der Geruchssinn. Bei der Katze ist es vor allem der Hörsinn und der visuelle Eindruck.
Hunde an Katzen gewöhnen
Der Hund sollte anfangs angeleint werden und maximal mit der Nasenspitze bis an das Hinterteil der Katze kommen können. Wichtig ist, dass der Hund die Katze mit dem Geruchssinn kennenlernen kann.
Die Katze wird gehalten wie im Bild rechts. Da die Katze mit dem Kopf zwischen Oberarm und Rumpf eingeklemmt ist, wird sie den Hund fast nicht wahrnehmen.
Sollte der Hund bellen oder schnappen ist es wichtig, dass ihm ( gewaltfrei) signalisiert wird, dass man das missbilligt. Das kann man mit einem tiefen Knurren oder ein energisches tiefes Nein oder "Pfui" machen . Der Mensch bestimmt was angebellt wird!
Man wiederholt diese Übung möglichst oft. Bei jedem korrekten Verhalten des Hundes (ablecken oder friedliches schnuppern, wird der Hund verbal, jetzt mit möglichst hoher Stimme und vielleicht mit einem Leckerli, belohnt. Je ruhiger er wird, um so lockerer die Leine.
Ciacomo und Mia Die Katze wiederum wird an den Hund gewöhnt. Wieder ist der Hund angeleint. Die Katze auf dem Schoß. Am Anfang wird die Distanz noch groß sein. Man fängt da an, wo die Katze gerade noch nicht vom Schoß flüchtet. Sie wir bald erkennen, dass der Hund angeleint ist und nicht näher kommen kann. Wird der Hund ruhiger, verringerst man die Entfernung.
Nach Tagen oder Wochen (zwischendurch glaubt man , das funktioniert nie...) wird man beobachten wie sich die Lage entspannt. Nach ein paar Monaten teilen die Tiere womöglich das Lager. Wichtig ist: Ruhe bewahren. Diese Ruhe überträgt sich irgendwann auf die Tiere. Nur nicht aufgeben.
Wenn es im Haus geschafft ist, übt man auch im Freien.
Einen Welpen an eine erwachsene Katze zu gewöhnen ist schwieriger oder auch einfacher, je nach dem wie man es betrachtet. Der ungestüme Welpe nähert sich meist unbedacht der Katze und wird in der Regel von einer selbstbewussten Tier „abgewatscht“. Meist reicht eine Lektion. Welpen lernen schnell. Ich habe bisher noch nicht erlebt, dass es dabei zu ernsthaften Verletzungen gekommen wäre.
Danach folgt eine über Wochen dauernde, vorsichtige Wiederannäherung. Nicht selten verwandelt die sich in innige Liebe.
Noch was: Fremde Katzen werden immer verjagt!