So sieht BARF aus
Es sieht nicht nur gut aus, es riecht auch lecker. BARF Am Anfang ist man unsicher. Man glaubt den Fachleuten. Dem Züchter, anderen erfahrenen Tierbesitzern, der freundlichen Verkäuferin im Fressnapf bis hin zu den Tierärzten. Was bleibt ist das komische Gefühl im Magen wenn man den kleinen Lieblingen denaturiertes Trockenfutter oder die vielfach gepriesene Mischung aus der Dose verabreicht.
Lieber ein paar Euro mehr ausgeben, das beruhigt das Gewissen. Wenn schon Trockenfutter, dann Teueres. Doch irgendwann werden die Fragen die man sich selbst stellt, lauter, aufdringlicher. Der klare Menschenverstand, aufgestachelt vom schlechten Gewissen, zwingt zur Kursänderung.
Na ja, ganz so war es bei uns nicht. Der Menschenverstand und die Neuorientierung kam durch den starken Hautausschlag unserer kleinen Hündin Ayla. Der Bauch färbte sich rotbraun.
Schmieren und Pudern zeigte nur wenig Wirkung. Grübel, grübel, war es vielleicht das Futter? Kann eigentlich nicht sein. Wir haben zwei Jackies. Beide bekommen das gleiche Futter. Aber nur Ayla hat einen Ausschlag am Bauch. Hmmm.
Ideen wurden diskutiert. Stephanie und ich einigten uns darauf, Ayla kein Trockenfutter mehr zu füttern. Nach drei Tagen war eine leichte Verbesserung zu sehen. Die Wochen vergingen, immer wieder gab es Rückschläge. Irgendwie schaffte Ayla es immer wieder an Trockenfutter heranzukommen. Einmal gelang es ihr mit Ciacomo, unserem Rüden einen Sack Trockenfutter im Vorratsraum zu knacken.
Ein anderes mal, die Futterstelle von Nachbars Katzen zu plündern.
Die Reaktion war prompt. Roter juckender Bauch. Unsere Überwachung wurde nahe zu militant.
Obwohl wir sicherstellen konnten, dass sie über Wochen kein Trockenfutter bekam, ging der Ausschlag nicht ganz weg.
Wieder wurden Ideen erörtert. Wir hörten von angeblichen Weizenallergien. Alles Futter wurde ab sofort auf Weizen untersucht und aussortiert. Wieder zeigte sich eine weitere Verbesserung nach wenigen Tagen. Ayla war allergisch auf Weizen, so unser Schluss.
Stephanie lies nicht locker und recherchierte im Internet.
Biologisch Artgerechte Rohernährung für Hunde. Was sich hinter der seltsamen Abkürzung verbarg folgt im Wesentlichen, dem klaren Menschen- verstand!
Der Hund stammt vom Wolf ab und der hatte nun mal kein Trockenfutter, und damit auch kein Gips oder Sägespäne im Fressen. Ganz zu schweigen von dem Abfall die so mancher Hersteller in seine Produkte mischt!
Also fingen wir an rohes Fleisch, rohes Gemüse, Olivenöl etc. zu vermengen und unsere Jackies damit zu füttern.
Wir wurden von allen Seiten gewarnt: „Die Hunde werden aggressiv, wenn sie rohes Fleisch bekommen “,- oder : „Die Hunde bekommen Parasiten, Würmer …“.
Nun, wir füttern nun seit 2005 nach dieser Methode. Die Hunde sind lieb wie eh und je. Für Parasiten gibt es keine Anzeichen.
Aylas Ausschlag ist zwar nicht ganz weg, wir haben ihn gut unter Kontrolle.
Sie litt immer, - nein viel mehr wir litten“ unter ihren „Darmwinden“. Die sind vollständig weg.
**freu***
Fazit: Die Nahrungsumstellung auf B.A.R.F
(siehe ISBN 978-3-938071-11-3 ) hat eine sofort spürbare, positive Auswirkung auf das Wohlbefinden von Ciacomo und Ayla .Was die Geruchsbelästigung angeht, auch auf uns.
Wir verwenden hauptsächlich Fleisch vom Rind und Kalb, dazu rohes zerkleinertes Gemüse und tiefgefrorenes Seelachsfilet mit Reis oder Hüttenkäse. Gelegentlich frischer grüner Pansen und Lunge oder Leber.
Nachmittags rohe Kalbsknochen.
Erfreulich ist, dass die Ernährung nach B.A.R.F etwas günstiger ist als mit Trockenfutter und Dosen. Der Arbeitsaufwand ist geringfügig gestiegen.
Unsere Welpen stehen auf B.A.R.F.
Vollständigkeitshalber sei noch erwähnt, dass wir auch Mia, unsere Katze auf die Ernährungsmethode umgestellt haben. Natürlich mit einem anderen Verhältnis von Fleisch zu Gemüse. Sie ist kerngesund.
Solltet ihr Fragen haben, auch hierfür gibt es ein Buch, dass uns überzeugt hat.
Selbstverständlich werden wir auch gleich die Welpen mit dieser Methode füttern bzw. zufüttern. Die genaue Anleitung kann man im B.A.R.F Junior nachlesen... oder schreibt uns ein Email.